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Jugra kann zu einer Pilotregion für die Einübung der Kooperationsmechanismen zwischen russischen Regionen und den EAWU-Ländern werden

16 dezember 2020 16:23

Department of Public and External Relations of the Khanty-Mansiysk Autonomous Okrug – Ugra informs:

Die Gouverneurin von Jugra Natalja Komarowa nahm heute, den 16. Dezember, an der Eröffnung der Kooperationstage, die dem 90-jährigen Jubiläum der Gründung des Autonomen Kreises gewidmet sind, und an der Podiumsdiskussion „Partnerschaft zum Nutzen der nachhaltigen Entwicklung“ in Form einer Videokonferenz teil.

Während der Sitzung berichteten nationale und internationale Partner der Region über einzelne Erfolge ihrer Zusammenarbeit mit Jugra und präsentierten neue aussichtsreiche Kooperationsbereiche.

„Wir entwickeln die Handelsbeziehungen mit 69 Ländern der Welt, unsere humanitären Projekte erfassen hunderte Regionen weltweit“, sagte Natalja Komarowa vor der Diskussion. „Am letzten Freitag haben die Staatschefs der Mitgliedstaaten der Eurasischen Wirtschaftsunion während der Sitzung des Höchsten Eurasischen Wirtschaftsrates strategische Entwicklungsrichtungen bis zum Jahre 2025 festgelegt. In diesem Dokument sind die Kooperationsmechanismen in den neuen, im EAWU-Vertrag nicht vorgeschriebenen Bereichen wie Bildung, Tourismus, Sport und Gesundheitswesen definiert. Das alles sind grundlegende Kompetenzen, die in Jugra gut entwickelt sind und zu denen einzelne aussichtsreiche Projekte realisiert werden, viele von diesen Projekten werden als vorrangig eingestuft. Ich schlage vor, unsere Region als Pilotregion für die Einübung der Kooperationsmechanismen zwischen russischen Regionen und den EAWU-Ländern zu betrachten.“

Die Gouverneurin betonte auch, dass der Autonome Kreis am Ausbau wirtschaftlicher Partnerschaft, auch unter Einsatz von digitalen Diensten und Online-Plattformen, interessiert ist. Im ersten Jahresviertel 2021 will man die Online-Schaufenster für die Produkte der Hersteller aus Jugra auf den Plattformen russischer Handelsvertretungen im Ausland organisieren. Die exportorientierten Unternehmen aus der Region sind ihrerseits an ihrer maximalen digitalen Präsenz sehr interessiert.

„Ich schlage vor, unsere Arbeitspläne für das Jahr 2021 zu synchronisieren und bitte das russische Außenministerium um Unterstützung und diplomatische Betreuung beim Abschluss entsprechender internationaler Partnerabkommen zwischen unseren Entwicklungsinstitutionen und den Wirtschaftsbeteiligten“, betonte Natalja Komarowa.

Sie erinnerte auch daran, dass die Organisation der Vereinten Nationen das Jahr 2021 für Internationales Jahr der Kreativwirtschaft für die nachhaltige Entwicklung erklärte. Auf Initiative von Jugra wird aus Basis des Nördlichen Forums eine Arbeitsgruppe für Entwicklung von Kreativindustrien gebildet, die zu einer Plattform für interregionale Kommunikation der Mitgliedregionen des Nördlichen Forums wird und zur Förderung und Vermarktung ethnischer Marken, Heranziehung der indigenen Völker zur Entwicklung dieser Branchen sowie zur Realisierung der Exportpotentiale der Kreativprodukte beizutragen hat.

Als weiterer Bereich, auf den die Leiterin der Region die Teilnehmer der Diskussion aufmerksam machte, gilt die humanitäre Zusammenarbeit: „Eine große Aufmerksamkeit schenken wir in unserer internationalen Arbeit der Popularisierung der russischen Sprache im Ausland, der Unterstützung unserer Landsleute und der Erhaltung des historischen Gedächtnisses. Die Online Tage der russischen Sprache 2020 in der Slowakei haben für ein Feedback gesorgt. Auf unsere Initiative hat die föderale Agentur Rossotrudnitschestwo den Entwurf des staatlichen Programms für Unterstützung und Förderung der russischen Sprache im Ausland um den Abschnitt über die Teilnahme der Regionen an dieser Arbeit ergänzt. Wir schlagen dem Außenministerium vor, das Projekt in den GUS-Staaten und unter unseren europäischen Partnern zu multiplizieren. Wir sind bereit, Programme dieser Art zu erweitern.“

Im Gedenk- und Ruhmjahr wurde ebenfalls auf Initiative der Einwohner von Jugra das internationale Projekt „Norden für den Sieg. Jeder für den Frieden“ gestartet. Das Projekt dient der Popularisierung der Errungenschaften nationaler Kultur, des historischen Erbes, der Verbreitung und Stärkung der Stellung der russischen Sprache in der Welt. An dessen Realisierung sind bereits neun Länder beteiligt. Natalja Komarowa lud die Partner zur Teilnahme an dieser humanitären Initiative ein.

„Im Jahr 2021 hat Russland den Vorsitz im Arktischen Rat. Zwei unsere Projekte wurden in den Programmentwurf des Jahres aufgenommen, das sind das Internationale Festival der Filmdebüts „Der Geist des Feuers“ („Duch ognja“) und der Weltkongress der Rentierzüchter. Auch auf die Initiative des Nördlichen Forums und in Partnerschaft mit Finnland wird das internationale Festival für traditionelle Fischerei durchgeführt. Wir warten in Jugra auf die Gäste und Teilnehmer von diesen und anderen renommierten internationalen Veranstaltungen, wie das IT-Forum, die Umweltaktion „Retten und Erhalten“, das Jugendforum „Erdölhauptstadt“, das internationale Forum „Bürgerinitiativen der Regionen des 60. Breitengrades““, so Natalja Komarowa.

Der Vertreter des russischen Außenministeriums in Jekaterinburg, Alexander Charlow, bemerkte im Anschluss an das Gespräch, dass In Jugra ein transparentes System der internationalen Arbeit aufgebaut ist.

„Der Autonome Kreis der Chanten und Mansen vertritt die Russische Föderation im internationalen Raum und leistet eine grundlegende Arbeit in humanitärem Bereich. Konkrete Ergebnisse sind bereits zu sehen: Jugra ist ein Austragungsort von großen renommierten internationalen Ereignissen. Heute bietet die Region ihren Außenpartnern den Online-Russischunterricht, was der Anfrage der Weltgemeinschaft entspricht“, sagte er.

Der Vertreter des Außenministeriums unterstützte das Vorhaben des Autonomen Kreises, gegenseitig vorteilhafte Beziehungen mit internationalen Partnern über russische Handelsvertretungen zu entwickeln.

Alexei Zykarew, Mitglied des Ständigen Forums für Indigene Angelegenheiten, erklärte, dass Jugra in den Fragen der Zusammenarbeit zur Entwicklung von indigenen Völkern traditionell sehr aktiv ist, sich als Austragungsort für große thematische Foren bietet und Delegationen aus der Region zur Teilnahme an den UNO und UNESCO Veranstaltungen schickt sowie internationale Gemeinschaft bei der Lösung globaler Aufgaben, zu denen auch die Erhaltung und die Entwicklung der Sprachen von indigenen Völkern zählen, unterstützt.

„Wir wissen von der Initiative der Staatlichen Universität Jugra, einen UNESCO Lehrstuhl gründen, der in seiner Arbeit den Fokus auf indigene finno-ugrische Völker legen wird. Wir rechnen damit, dass Sie auch ferner den Zielen für nachhaltige Entwicklung nachgehen werden, worauf wir uns weiter stützen können“, sagte er.

Alexei Zykarew betonte auch, dass in Chanty-Mansijsk am 23. Dezember das internationale Projektseminar zum Thema „Finno-ugrischer Vektor zur Kreativwirtschaft“ stattfindet. Ihm zufolge sei es ein guter Rutsch in das Jahr 2021, also in das Jahr der Kreativwirtschaft für die nachhaltige Entwicklung.

Im Laufe der Sitzung fügte Wladimir Wassiljew, der amtierende Exekutivdirektor der internationalen Organisation von nördlichen Regionen „Das Nördliche Forum“, hinzu, dass die Organisation ein breites Projektspektrum unter Teilnahme des Autonomen Kreises der Chanten und Mansen derzeit umsetzt. Die Region initiiert laufend neue Projekte. „Eine der Initiativen ist die Bildung der Arbeitsgruppe für Entwicklung von Kreativindustrien. Am 11. Dezember hat das Komitee regionaler Koordinatoren des Nördlichen Forums diese Idee gebilligt. Ich denke, dass die Generalversammlung des Nördlichen Forums im ersten Jahresviertel 2021 diese Entscheidung genehmigen wird“, betonte er.

In der Plenardiskussion berichteten die Konsuln und russische Handelsvertreter aus Ungarn, Serbien, Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan, Frankreich, Sambia, China und aus der Slowakei über erfolgreiche Zusammenarbeit mit Jugra und über aussichtsreiche Arbeitsbereiche und Projekte.

Der Generalkonsul Ungarns in Jekaterinburg Sandor Fabian bemerkte, dass das Abkommen zwischen dem Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Außenwirtschaft Ungarns und der Regierung des Autonomen Kreises der Chanten und Mansen über internationale und außenwirtschaftliche Beziehungen in den Bereichen Handel und Wirtschaft, Wissenschaft und Technik, humanitäre Arbeit, Kultur u.a. schon vorbereitet ist. Sobald die Korona-Pandemie nachlässt, werden die Parteien dieses Dokument unterzeichnen.

„Als Generalkonsul werde ich mein Bestes tun, um unsere erfolgreichen bilateralen Abkommen weiter zu entwickeln“, so Sandor Fabian.

„In Jugra wird auch am akademischen Geschichtsbuch unserer Region gearbeitet, das aus acht Bänden bestehen wird. Der erste Band ist bereits herausgegeben. In diesem Zusammenhang schlage ich vor, die Bemühungen der Wissenschaftler aus Ungarn und aus der Russischen Akademie der Wissenschaften, die an diesem riesengroßen, unter anderem auch international bedeutenden Werk arbeitet, zu bündeln“, sagte Natalja Komarowa.

Die Kooperationstage finden in Jugra vom 15. bis 25. Dezember online statt. Das Programm des Forums enthält zahlreiche Veranstaltungen zur Entwicklung der bilateralen Zusammenarbeit des Autonomen Kreises mit ausländischen Partnern zur Heranziehung von neuen Partnern, Touristen und zur Steigerung des Außenhandelsumsatzes der Unternehmen aus der Region.

Das Programm des Forums und die Live-Übertragungen der Veranstaltungen finden Sie auf der Webseite „Jugra-Tage“.

Die Videoaufzeichnung der Podiumsdiskussion „Partnerschaft zum Nutzen der nachhaltigen Entwicklung“ ist gespeichert und abrufbar auf offiziellen Accounts der Gouverneurin in den sozialen Netzwerken Instagram, Vkontakte, Odnoklassniki.


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