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Das Interview des Gouverneurs von Jugra Natalia Komarova für die Nachrichtenagentur ITAR-TASS

10.06.2013

Das Interview des Gouverneurs von Jugra Natalia Komarova für die Nachrichtenagentur ITAR-TASS

Der Gouverneur vom Autonomen Kreis der Chanten und Mansen Natalia Komarova in einem Gespräch mit dem Korrespondenten der Nachrichtenagentur ITAR-TASS berichtete über die Weltmeisterschaften im Schnellschach und Blitz, über die Ziele der Eishockeymannschaft "Jugra" und die Höhe des Preisgeldes für die Athleten von Jugra bei der Olympischen Spiele in Sotschi.

- In Khanty-Mansiysk ist am 10. Juni die Weltmeisterschaft für Schachspiel zu Ende. Erzählen Sie bitte über die Ergebnisse. Welches Interesse verursacht diese Turniere bei den Zuschauern? Warum wurde die Hauptstadt von Jugra als Ort der Meisterschaften gewählt?

- Für Jugra begann in diesem Jahr die achte Saison der internationalen Schachturniere. Im Laufe dieser Jahre wurde eine große Erfahrung angesammelt, wurde eine leistungsfähige Sport-Weltklasse-Infrastruktur gebaut, erhebliche Fortschritte hat Gastfreundschaftindustrie gemacht. Das Interesse für Schach in der Region hat zu einer Leidenschaft für Menschen aller Altersgruppen gewachsen - die Bildungsprogramme und Vereine ergreifen  die ganze Bevölkerung, von Vorschulkindern bis zu Rentnern. All dies gibt uns guten Grund auch in der Zukunft das Niveau der Schachspielweltmeisterschaften zu unterstützen und für das Recht zu kämpfen auf dem Territorium von Jugra die Turniere auf höchstem Niveau zu veranstalten.

Trotz der großen Zahl von Großmeistern aus der ganzen Welt, kämpften unsere Spieler auf der bereits abgeschlossenen Weltmeisterschaft in Schnellschach mit Würde. Alexey Dreev belegte den 17. Platz, Dmitry Yakovenko – 22-sten. Natürlich haben wir mit unseren russischen Spielern mitgefiebert, vor ihnen stand nicht leichte Aufgabe, denn den Meistertitel ist es schwieriger zu behalten als ihn zu gewinnen. Leider, konnten die Russen derzeit den Spitzenplatz nicht belegen, Ian Nepomnyashchii und Alexander Grischuk belegten schließlich den zweiten und den dritten Platz. Aber es ist Sport und wir glauben an unsere Sportler, sie verdienen zu gewinnen, und ich denke, dass heutige Ergebnisse eine gute Grundlage für die zukünftigen noch mehr glänzenden Ergebnisse sind.


Die Ergebnisse der Weltmeisterschaft für Blitz werden heute bekannt gegeben. Viele Menschen von Jugra sind für Schachspiel interessiert, so dass wir alle auf die Ergebnisse warten. Neben der Bewohner der autonomen Region, die sogenannte Live-Spiele beobachtet haben, konnten den Live-Webcast der Meisterschaft in der russischen und englischen Sprache für fünf Tage mehr als 400 Millionen Schach-Fans in der ganzen Welt beobachten. Insgesamt zählt das ganze Publikum der offiziellen Website der Weltmeisterschaft etwa 1,5 Millionen Menschen aus 150 Ländern in der ganzen Welt. Gleichzeitig stelle ich fest, dass besonders populär die Website bei den Einwohnern von Russland, Deutschland, den USA, Spanien und Vietnam war.

- Sind die Teilnehmer der WM mit Khanty-Mansiysk zufrieden? Hotel, Veranstaltungsort der Weltmeisterschaft, Kulturprogramm. War alles auf hoher Ebene?

- Nach den Kommentaren gefällt es den Schachspielern bei uns. Im Laufe der Jahre der Schachbiographie wurde Jugra für sie ein Haus. Nach der Tradition begrüßen wir und verabschieden uns mit den Sportlern, indem wir theatralischen Eröffnungs-und Schlussfeier veranstalten, es ist ein spezielles Zeichen der sportlichen Gastfreundschaft von Jugra. Zumindest sagen die Sportler selbst, dass wir das beste Niveau der Zeremonien in der Welt haben. Das Sporthotel "Olympijski", wo die Teilnehmer der Meisterschaft leben, wurde speziell für die Welt-Schacholympiade, die wir im Jahr 2010 nahmen, gebaut. Alles - von der Planung bis zur Nahrung - ist so organisiert, dass die Sportler sich gemütlich fühlen. Der Veranstaltungsort der Meisterschaften war die Schachakademie von Jugra. Nach Meinungen vieler Top- Spieler und FIDE-Führung, ist dieses Gebäude nicht nur das modernste, aber auch das komfortabelste für die Veranstaltungen verschiedener Wettbewerbe. Keine Beschwerden hat auch die Mannschaft der Schiedsrichter bekommen. Ich bin sicher, dass die Turniere den Teilnehmern und den Gästen des Wettbewerbs gefielen.

- Wie ist die Situation in Khanty- Mansiysk mit eigenen Schachspielern? Wie trainieren unsere jungen Schachspieler? Wie viele Schachschulen funktionieren in der Region?

- In Jugra sind alle notwendigen Voraussetzungen für die Entwicklung des Sports geschaffen. Wir haben qualifizierte und talentierte Jungs. Nicht weniger wichtige Rolle spielt die Unterstützung der Entwicklung des Schachs auf der Ebene der Regierung des Autonomen Kreises. Jetzt trainieren die Spieler in Jugra in 23 Kinder- und Jugendsportschulen. Diese Sektionen besuchen mehr als 15.000 Einwohner von Jugra. Darüber hinaus wird Schach als Wahlfach in 120 Bildungseinrichtungen unterrichtet. In den vergangenen sechs Jahren erschienen Schachsektionen in jeder zweiten Schule der autonomen Region. Die heranwachsende Generation kann eine Möglichkeit nicht nur Schachspiel zu lernen, sondern auch ihre Fähigkeiten in persönlich – Mannschaftsmeisterschaft für Schach unter den Kindermannschaften der Autonomen Region „Hoffnungen von Jugra" sowie im Bezirkwettbewerb "Weisser Turm" zu demonstrieren. Die Gewinner dieser Wettbewerbe haben die Möglichkeit, an dem Allrussischen Wettbewerb mit dem gleichen Namen teilzunehmen.


- Welche anderen Schach-Wettbewerbe außer der Weltmeisterschaft wurden in Khanty-Mansiysk stattgefunden?

- Im Laufe der letzten Jahre fand in Jugra fast ein Dutzend von großen nationalen und internationalen Turnieren statt. Das wichtigste Ereignis nicht nur für die autonome Region, sondern auch für das ganze Land war die 39. Welt-Schacholympiade, die in Khanty-Mansiysk im Jahr 2010 stattfand. Das erste Mal haben wir Gäste aus 150 Ländern empfangen. Darüber hinaus fanden seit 2005 in der autonomen Region Weltpokale für Schach statt. Wenn wir über die kurzfristige Perspektive sprechen werden, werden wir im Jahr 2014 Grand Prix für Schach unter den Frauen, Weltmeisterschaft für Schnellschach und Blitz unter den Frauen empfangen. Darüber hinaus wird in Khanty-Mansiysk die Mannschaft-WM für Schach, und eine Reihe von internationalen Wettbewerben für Junioren stattfinden.

- Ihre Region ist als Zentrum für Wintersport weltweit bekannt. Hier finden große Wettbewerbe für Biathlon, Ski statt. Die Hockeymannschaft „Jugra“ spielt würdig in der kontinentalen Hockeyliga. Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Entwicklung in der Region vom Hochleistungssport und der Entwicklung des Breitensports?

- Der Breitensport in Jugra ist eine Quelle von Sportlern für Leistungssport. Leute kommen manchmal in den Sport, weil sie mit ihrer Lieblingsmannschaft oder Sportler mitfiebern. Unsere Aufgabe - in diese Bewegung möglichst mehr Menschen zu ziehen und die Bedingungen für die Entwicklung des Breitensports zu schaffen. In Jugra funktionieren 55 Sportschulen, wo derzeit etwa 85.000 Kinder und Jugendliche Sport treiben. Dies ist so genannte erste Phase des Spitzensports. Wenn ein Athlet die Fortschritte zeigt, überführt man ihn ins Leistungszentrum für die Auswahlmannschaften von Jugra.

Seit 2010, als unsere Hockeymannschaft "Jugra" in der KHL debütierte, begannen wir uns aktiv mit dem Kinder-Eishockey zu beschäftigen. Vor drei Jahren, war es in der Kinder- und Jugendsportschule nur 60 Sportler, jetzt treiben Sport in 11 Altersgruppen mehr als 300 Kinder. Das Wachstum beobachten wir nicht nur in der Quantität, sondern auch in der Qualität. Fünf unserer Trainingsgruppen - eine ganze Generation von 12 bis 17 Jahren – verdienten in dieser Saison das Recht, in der Gruppe die "Stärksten" zu spielen. Das ist ein gutes Ergebnis. Mit einer solchen Basis können wir mit Zuversicht in die Zukunft von Jugra sehen, sowohl in der Jugendhockeyliga, und mit der Zeit - in den Mastersturnieren.

Um die Bedingungen für diese Zukunft sicherzustellen, bauen wir systematisch "Eis Kapazitäten" von Jugra. Jetzt gibt es im Bezirk 13 solcher Objekte. Wir erwarten, dass bis zum Jahr 2016, die materiell-technische Basis des Eishockeys in Jugra im allgemein gebildet wird – es werden noch 8 weitere Objekte auf dem Territorium des Autonomen Kreises gebaut. Dies wird ein großer Komplex, wo mehr als hundert Trainer arbeiten werden, es wird auch eine große Schicht von Amateur-Hockey gebildet.

- Welche Aufgaben stellt man vor „Jugra“ in der nächsten Saison?

- Natürlich ist die wichtigste Aufgabe der Eintritt in Playoff. Dies erwarten die Fans von Jugra, sie warten auf große Siege von Ihrer Lieblingsmannschaft. Es wird eine harte Arbeit der Stärkung der Mannschaft durchgeführt worden, man muss neue Sponsoren suchen, auch  neue Ansätze der Arbeit mit Fans in Jugra entwickeln. Große Hoffnungen werden auf die  Hockeymannschaft "Mammute von Jugra" aufgelegt. In diesem Jahr belegte sie den dritten Platz. Ich bin sicher, dass in der kommenden Saison zeigt sie die besten Ergebnisse.

- Welche zusätzliche Unterstützung bekommen von den Behörden die Sportler, die bald an den olympischen Spielen 2014 in Sotschi teilnehmen werden?

- Wir schaffen alle Voraussetzungen, damit sie alles haben, was Sie für die Vorbereitungen zu den Olympischen Spielen brauchen, damit sie eine Möglichkeit haben, vollständig auf der Training zu konzentrieren. Neben der Entwicklung der Sportinfrastruktur werden aus dem Budget Landkreises die Mittel für die Reise zum Ort des Trainings und Wettkämpfen, sowie für den Kauf von Sportgeräten und Ausrüstung, auch für die Krankenversicherung ausgegeben. Unsere Athleten haben die Gelegenheit die Rehabilitation und Behandlung in den besten Kliniken nicht nur in Russland, sondern auch im Ausland vorzunehmen. Viel Aufmerksamkeit wird auf die Bereitstellung von Wohnraum für Athleten aus unserer autonomen Region gelenkt, die an Olympichen, Paralympischen, Surdolympschen Spielen, sowie an den Europa-und Weltmeisterschaften teilnehmen.

- Ist die Größe der Prämien für die Medaillen in den Olympischen Spielen festgestellt?

- Für die Teilnahme an den Olympischen, Paralympischen, und Surdolympschen Spielen bekommen die Athleten eine einmalige Prämie in Höhe von 100.000 Rubel. Für den dritten Platz in dieser Turniere bekommt der Sportler 3 Millionen Rubel, für den 2. Platz -5 Millionen Rubel. Für die Inhaber der Goldmedaillen ist die Prämie in Höhe von 7 Millionen vorgesehen. Wir vergessen auch nicht über die Trainer - für sie ist die Hälfte der einmaligen Prämie vorgesehen, die ihre Schüler bekommen. Darüber hinaus wird auf der Grundlage der Leistung bei den Olympischen Paralympischen, Surdolympschen Spielen für die Sportler monatliches Stipendium ausgezahlt.

- Was können Sie über die Entwicklung der nationalen Sportarten in der Region sagen?

- Für sie wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Seit 1996 treten die nationalen Sportarten in den Top-10 der Prioritätssportarten der Autonomen Region ein, das sind solche, wie Biathlon, Langlauf, Boxen. Wir nehmen eine führende Position in der Entwicklung der nationalen Sportarten des Nordens, Sibiriens und des Fernen Ostens der Russischen Föderation, und unsere Athleten in diesen Disziplinen gehören zu den stärksten im Land.

Heute treiben systematisch die traditionellen Sportarten etwa 900 Einwohner von Jugra. Wir organisieren Sportarten wie eine Meisterschaft für nationale Sportarten "Sterne von Jugra", regionale Wettbewerbe für nationale Sportarten "Jagdbiathlon". Im März dieses Jahres fand im Bezirk Surgut der Pokal Russlands für nördlichen Mehrkampf statt. Hier nahmen die  Athleten aus der Region Ewenken, Taimyr, Krasnojarsk, Jakutien, Magadan, Tyumen, Yamal und Ugra teil. Nach Ergebnissen aller Etappen belegte unsere Mannschaft von Autonomen Kreis den ersten Platz. Ich sollte hinzufügen, dass wir heute eine Möglichkeit der Entwicklung und Umsetzung von Programmen für nationale Sporten in der allgemeinen Bildung von Jugra betrachten.

- Treiben Sie Sport? Welche Sportarten haben Sie gern? Treiben Sie Sport oft? 

- Von Kindheit an interessiere ich mich für Eishockey - mein Vater war ein Fan, ich habe unsere Eishockeymannschaft "Jugra" gern. Ich trieb viele Sportarten - Basketball, Skifahren, Schießen, Leichtathletik – wie alle Schüler und Studenten während ihres Studiums. Diese Sportarten sind auf einem hohen Niveau in Jugra, so haben wir viele Mannschaften mit wem wir in den Turnieren mitfiebern können. Hier, in Jugra entdeckte ich für mich das Biathlon - nun das ist ein Teil meines Lebens als Fan, ein schöner Sport heimisch für Jugra. Ich habe nicht viel freie Zeit. Doch verbringe ich jeden Tag anderthalb Stunden auf dem Laufband.

- Warum ist es wichtig für die Bürger von Russland eine sportliche Lebensweise zu führen?

- Der Sport ist in erster Linie die Gesundheit, aktive Lebensposition, das ist die Bewegung, und die Bewegung ist das Leben. Dies ist eine gesunde Alternative zu den Bedrohungen und Abhängigkeiten, die unsere Gesellschaft von innen zerstören. Um stark zu bleiben, müssen wir gesund und eine sportliche Nation sein.

Albert Starodubtsev

/ ITAR-TASS, Moskau/


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