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Флаг автономного округа-Югры

Allgemeine Auskünfte über den Autonomen Kreis

Der Chanty-Mansijsker Autonome Kreis wurde durch die Verordnung des Zentralen Exekutivkomitees vom 10. Dezember 1930 «Über die Organisation von nationalen Verbänden in den Bereichen der Ansiedlung von kleinen Völkerschaften des Nordens» gebildet und wurde Teil des Gebietes Ural. Die erste Bezeichnung der Region war Nationaler Ostjako-Wogulskj-Kreis. Am 17. Januar 1934 wurde er in den Bestand des Ob-Irtischsker Gebietes, dessen Zentrum die Stadt Tjumen war, eingegliedert. Am 7. Dezember 1934 wurde er ein Teil des Gebietes Omsk. Am 23. Oktober 1940 wurde er in Nationaler Chanty-Mansijsk-Kreis umbenannt. Ab 14. August 1944 wurde er Bestandteil des wieder gebildeten Gebietes Tjumen.

Die Ernennung des Chanty-Mansijsker Kreises bestand darin, zur Förderung der national-kulturellen und sozial-wirtschaftlichen Entwicklung der Völker des Nordens beizutragen. Er war ein administratives Gebilde, bezeichnete die territorialen Ansiedlungen der Völker des Nordens – der Chanten und Mansen, drückte ihren besonderen öffentlich-rechtlichen Status aus, nach dem Umfang der Rechte unterschied er sich jedoch kaum von den üblichen administrativ-territorialen Einheiten.

Die Unionsverfassung von 1977 und die russische Verfassung von 1978 haben wichtige Änderungen der Position des Kreises ergeben. Er wurde zum Autonomen Kreis erklärt, erhielt eine Vertretung in den höchsten Organen der Staatsmacht der UdSSR und bekam das Recht der Gesetzesinitiative. Entsprechend dem allgemeinen Russischen Gesetz «Über die autonomen Kreise der RSFSR» vom 20. November 1980, ist der Chanty-Mansijsker Autonome Kreis Element des administrativ-territorialen Aufbaus der Russischen Föderation im Bestand des Gebiets Tjumen geworden, seine Behörden wurden in das einheitliche System der örtlichen Organe der Staatsgewalt und Verwaltung eingebunden.

Per Erlass des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR vom 9. Dezember 1970 ist der Nationale Chanty-Mansijsker Kreis mit dem Lenin-Orden für die Erfüllung des Planes zur Erschließung der Vorkommen sowie der Erhöhung der Erdölproduktion ausgezeichnet worden. Am 29. Dezember 1972 erhielt der Kreis den Orden der Freundschaft der Völker für die Festigung der brüderlichen Freundschaft der sowjetischen Völker.

Bis zum Ende des zwanzigsten Jahrhunderts hat der Kreis unter dem Einfluss der demographischen und sozial-ökonomischen Veränderungen im Wesentlichen die nationale Grundlage verloren.

Derzeit ist der Chanty-Mansijsker Autonome Kreis – Jugra ein selbständiges Subjekt der Föderation mit einer Bevölkerung von 1,5972 Mio. Menschen.         

32 Tausend Personen, oder rund 2%, sind Vertreter der Urvölker des Nordens: Chanten, Mansen und Nenzen, von denen ungefähr die Hälfte ihre traditionelle Lebensweise fortführt.

Die Fläche der Region ist vergleichbar mit dem Territorium von Frankreich oder der Ukraine. Im Bestand von Jugra befinden sich 105 Gemeinden.

Der Chanty-Mansijsker Autonome Kreis hält eine führende Position der Subjekte der Russischen Föderation nach dem Umfang der industriellen Produktion, der Erzeugung von Strom, der Gewinnung von Erdöl und Erdgas, und dem Investitionsvolumen, besonders in das Stammkapital zur Gewinnung von Erdöl, inne. Bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt wurden in Jugra mehr als 10 Milliarden Tonnen Erdöl seit Beginn der Erschließung der Erdöl-und Erdgas-Provinz Westsibirien gefördert. Entsprechend den erkundeten Vorräten von Kohlenwasserstoffen, ihren Möglichkeiten der Gewinnung und dem Zustand der Produktionsinfrastruktur und der Rentabilität der Erschließung bleibt der autonome Kreis für die nächsten Jahrzehnte die wichtigste strategische Ressourcenbasis von Kohlenwasserstoffen in Russland.

Auf dem Territorium von Jugra befinden sich 475 erschlossene aktive Öl-und Gasvorkommen.