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Флаг автономного округа-Югры

Gesundheit

1880 gab es in der ganzen Jugra-Region lediglich zwei Krankenhäuser: in Berjosowo und in Surgut. Unter den Einwohnern waren verbreitet: Pocken, Typhus, Syphilis,  Tuberkulose. Und behandelt wurden diese Krankheiten von Schamanen und Kurpfuschern. 1917 gab es auf dem Territorium des künftigen Autonomen Kreises 2 Krankenhäuser für 20 Betten, zwei ärztlich unbesetzte Ambulatorien, 5 durch Kompanie-Feldscher und Geburtshelferinnen besetzte Sanitätsstellen. Jährlich wurden aus Tjumen, Omsk und Moskau medizinische Trupps entsandt, die auf Skiern und  Schlitten nach Jugra kamen, um dort Kranke zu behandeln und Prophylaxe durchführten. 

Seit jener Zeit hat sich die Situation im Gesundheitswesen des Autonomen Kreises der Chanten und Mansen radikal verändert. Heute stehen den Einwohnern der Region 168 medizinische Einrichtungen zur Verfügung. In diesem Bereich sind 50 000 Menschen beschäftigt, 243 von ihnen haben den Doktortitel,  52 sind habilitierte Doktoren und praktizierende Ärzte.

Das Territorium von Jugra hat seine geographische Spezifik, es gibt hier nämlich schwerzugängliche und entlegene Ortschaften. Damit die Einwohner der Region die gleichen Möglichkeiten hinsichtlich der medizinischen Hilfe haben, ist die Nothilfe auf eine spezielle Art und Weise organisiert. Neben der herkömmlichen Nothilfe gibt es ein Zentrum für Notmedizin. Die Feldscher der Trassensanitätsstellen stehen den Autounfallopfern zur Verfügung, es gibt einen mobilen Nothilfeeinsatztrupp mit aller notwendigen Ausrüstung für die Hilfeleistung den Katastrophenopfern, und aeromobile Trupps liefern Akutpatienten von beliebigen Punkten des Autonomen Kreises in große medizinische Zentren ein, wo zu ihrer Therapie von die Möglichkeiten der Hightech-Medizin zur Verfügung stehen.

Die Entwicklung der Hightech-Medizin ist die zentrale Aufgabe im Gesundheitswesen des Autonomen Kreises. In den Krankenhäusern werden einmalige Technologien einschließlich Zelltherapien eingeführt. Sie stehen den Einwohnern in 12 staatlichen und 2 kommunalen Krankenhäusern des Autonomen Kreises unentgeltlich zur Verfügung. Jährlich nehmen ca. 7000 Einwohner Hightech-Medizin in Anspruch, ohne das Territorium  der Region verlassen zu müssen. Im Autonomen Kreis der Chanten und Mansen wird die medizinische Hilfe im Umfang von 81,2% des vollständigen Verzeichnisses des Ministeriums für Gesundheitswesen der RF zur Verfügung gestellt. Es werden zahlreiche Operationen an Herz und Gefäßen und die Endoprothesierung der großen Gelenke durchgeführt, Neugeborene mit extrem geringem Geburtsgewicht werden remediert. Insgesamt wurden mehr als 500 neue Methodiken eingeführt.

Im Zusammenhang mit der Prophylaxe und Therapie der Herzerkrankungen wird in Jugra das Projekt „Jugra-kor“ erfolgreich realisiert. Das ist ein Maßnahmenkomplex, welches die Prophylaxe der Krankheiten, Fachpersonalausbildung und Hilfeleistung den Kranken umfasst. Die kardiologische  und kardiochirurgische Nothilfe ist rund um die Uhr verfügbar. Das medizinische Personal arbeitet nach einheitlichen Algorithmen, die den internationalen Standards entsprechen. Seit dem Start des Projekts wurden über 1600 Patienten mit akuten Herzpathologien dringlich operiert. Die durch Herz- und Gefäßkrankheiten verursachte Mortalität ist in Jugra um 10% zurückgegangen, die Anzahl der Stenokardierückfälle und Reinfarkte hat sich verringert.

Seit Oktober 2010 werden im Autonomen Kreis Stammzellentransplantationen durchgeführt. 2012 belief sich ihre Anzahl auf 10. Es wurde ein Labor für Gewebegenotypidentifizierung eingerichtet, wo nun Experten das regionale Knochenmarkspenderregister erstellen.

Basis für die Entwicklung der Hightech-Medizin im Bereich der Traumatologie ist die Traumatologie-Klinik Surgut.   Jährlich werden dort mehr als 40 000 Patienten therapiert, es werden ca. 6000 Operationen durchgeführt, 3500 davon sind Hightech-Operationen.

Seit 2012 funktioniert  in Jugra ein Onkologie-Zentrum. Sein Standort ist Chanty-Mansijsk. Das Zentrum  hat eine Krankenstation für 150 Betten, und die Poliklinik kann 200 Besucher pro Tag empfangen. Im Zentrum werden Strahlentherapiemethoden zur Behandlung der bösartigen Neubildungen angewendet, die es ermöglichen, den Tumor äußerst präzise zu bestrahlen, wobei  das gesunde Gewebe unversehrt bleibt.                        

2012 wurde in der Region noch ein medizinisches Zentrum der Bestimmung übergeben, und zwar ein Ophthalmologie-Zentrum für 40 Betten. Das Zentrum bietet 24-Stunden Nothilfe bei Verletzungen und akuten Fällen an, hier werden auch Hightech-Operationen durchgeführt.

Das System des Gesundheitswesens, das im Autonomen Kreis der Chanten und Mansen aufgebaut wurde, ist auf die Festigung der Gesundheit der Einwohner, die Reduzierung der Mortalität und die Verlängerung der Lebenserwartung ausgerichtet.