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Флаг автономного округа-Югры

Umwelt

Die technogene Belastung auf das Territorium von Jugra ist durch die Entwicklung des Erdöl-/Erdgasförderungskomplexes und den Infrastrukturausbau in den Städten des Autonomen Kreises bedingt.

Die aggressive technogene Einwirkung auf das Ökosystem von Jugra, die mit der Erdöl- und Gasförderung sowie mit der geologischen Erkundung verbunden ist, fügt der einmaligen Natur des Autonomen Kreises der Chanten und Mansen riesigen Schaden zu. Der Boden wird durch Erdöl- und Erdölprodukte sowie Bohrungsabfälle und mineralisierte Gewässer verschmutzt. Eine große Gefahr stellt die Abfackelung des assoziierten Gases dar, die Verbrennungsprodukte verursachen die Verschmutzung von Boden und Gewässern.  

Ein weiterer Faktor, der die Umweltsituation beeinflusst, ist der kommunale Wohnungskomplex. Die mangelhafte Effizienz der Abwasserreinigungsanlagen hat eine erhebliche Verschmutzung der Wasseranlagen zur Folge.    

Um die negative Beeinflussung der Umwelt zu verringern, werden von der Regierung des Autonomen Kreises Zielprogramme realisiert. Das sind nach den Ressourcen, Trägern und Fristen mit einander verbundene Maßnahmen, die Forschungs-, Entwicklungs-, Organisations-, Wirtschafts- und andere Aufgaben umfassen und deren Ziel es ist, eine effiziente Lösung der konkreten Umweltschutzziele zu gewährleisten.

Im Rahmen der Zielprogramme und Maßnahmenpläne der Kommunen werden Maßnahmen auf Kosten der kommunalen Haushalte realisiert. Im Mittelpunkt der Umweltschutztätigkeit der Kommunen stehen:

- die Modernisierung und Rekonstruktion der Wasserversorgungsanlagen;

- die Planung und Errichtung der Abwasserreinigungsanlagen;

- die Sanierung und Beseitigung der Mülldeponien, die Regeneration der beschädigten Böden;

- die Planung und Errichtung der Deponien für das Recycling und die Endlagerung des Haushalts- und Industriemülls.

Die Regierung des Autonomen Kreises hat mit allen großen Erdölgesellschaften sozial-wirtschaftliche Partnerschaftsabkommen abgeschlossen, welche Maßnahmen zur Vorbeugung und Reduzierung der Havarien an Pipelines durch die Erneuerung der verschlissenen bzw. beschädigten Rohre sowie zur Beseitigung des akkumulierten Umweltschadens (Rekultivierungsarbeiten) enthalten.

Die Grundlage des territorialen Umweltschutzes des Autonomen Kreises bildet das System der Naturschutzterritorien des Autonomen Kreises. Die Naturschutzterritorien geben die Möglichkeit, typische und einmalige Naturlandschaften, die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten aufrechtzuerhalten, sie schützen die Objekte des natürlichen und kulturellen Erbes. In Jugra gibt es 24 Naturschutzterritorien mit einer Gesamtfläche von 2,7 Mio. ha, was 5,2% der Fläche des Autonomen Kreises ausmacht. Außerdem gibt es auf dem Territorium des Kreises zwei Moorgebiete von internationaler Bedeutung, nämlich Werchnee Dwuobje und Nischnee Dwuobje, deren Gesamtfläche mehr als 1 Mio. ha beträgt. Sie dienen dem Schutz der Lebensräume der Wasservögel während des Nistens und Mauserns, der Erhaltung der Futtergründe sowie der Laichgewässer und Futterorte der Fische.

71 Tierarten, 140 Pflanzenarten und 16 Pilzarten sind in das Rote Buch eingetragen. Darunter findet man  westsibirischen Flussbiber, Rotkropfbrant, Schwarzstorch, Zwergschwan, Steinadler, Weißschwanzadler, Nonnenkranich, Taimen, sibirischen Stör, Zauneidechse, Grasfrosch, gewöhnlichen Wurmfarn,  gelbliche Finger-Kuhschelle, Chimáphila umbelláta, fleischfarbenes Knabenkraut, Salix arbuscula und viele andere.

Auf dem Territorium von Jugra wird ein System der kontinuierlichen Umweltaufklärung entwickelt, welches ein Netz der Bildungseinrichtungen verschiedener Stufen sowie einen ökologischen Aufklärungsraum  (das Netz der Naturschutzterritorien, Massenmedien, bibliothekarische Systeme) umfasst.

Ein wichtiges Instrument der Herausbildung des Umweltbewusstseins ist im Autonomen Kreis die Internationale ökologische Aktion „Retten und erhalten“. Das ist ein breit angelegtes Projekt von sozialer Relevanz, welches seit 2003 im Autonomen Kreis realisiert wird. Im Rahmen dieser Aktion werden jährlich mehr als 4000 verschiedene regionale, allrussische und internationale Veranstaltungen durchgeführt: Konferenzen, Foren, Rundtischdiskussionen etc. In diese Veranstaltungen sind über 25% der Einwohner des Autonomen Kreises einbezogen.